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Netzwerkarbeit auf der Rechten Weserseite: Quartiersmanagement bringt Menschen zusammen

Quartiersmanager Erik Hasse kennt in Dankersen die besten Plätze aber die guten Tipps behält er nicht für sich. Zusammen mit Bürgermeister Michael Jäcke machte er jetzt Halt beim Bestell-Laden Sonnenblume. Beim gemeinsamen Mittagessen war Zeit das Konzept des Ladens, die Inhaberin Birgitt Stockinger und die Dankerser näher kennenzulernen. „Ich kenne den Stadtbezirk an und für sich ganz gut, aber im Laden bin ich bisher noch nicht gewesen. Ich bin ganz gespannt, was mich erwartet“, so Jäcke.

v.l.n.r.Bürgermeister Michael Jäcke, Birgitt Stockinger und Erik Hasse

Im Innenraum ist Platz für zwölf hungrige Menschen. Dienstags bis donnerstags gibt es nämlich einen wechselnden Mittagstisch. Birgitt Stockinger erklärt, dass sie bei der Zubereitung auf geschmackliche Vielfalt und natürliche Zutaten Wert legt. Mit ihrem Erfahrungsschatz aus Vollwertgroßküche, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung kreiert sie wechselnde Mittagsgerichte, Salatvariationen und Snacks für zwischendurch. „Die Zutaten kommen direkt von Höfen aus der Umgebung. Ich beziehe für den Mittagstisch nur saisonales Gemüse aus unserer Region“, unterstreicht sie. Zum Konzept gehört, dass es viele Dinge unverpackt gibt. Wer möchte, kann auch Lebensmittel oder Gemüsekisten und frische Eier vor Ort bestellen. Wir sind ein bisschen wie ein Dorfladen, so die Hauswirtschaftsmeisterin und Sozialpädagogin.

Produktvielfalt im Dankerser Bestelladen Sonnenblume

Die Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement läuft gut, so Erik Hasse. Der Kochkurs im vergangenen Jahr im Quartiersbüro wurde von Birgitt Stockinger geleitet. Auf dem Speiseplan standen Gemüsespieße mit oder ohne Hühnchen, Mandelreis frischem Salat und selbstgemachtes Eis. Die Teilnehmenden wurden gut „ausgebildet“, sodass die Kochgruppe jetzt eigenständig weitermacht „Das hat mich total überzeugt. Und seitdem es den Mittagstisch gibt, bin ich regelmäßig in Dankersen. Meinen Quartiers-Kaffee bekomme ich auch vom Bestell-Laden. Der ist fair gehandelt und ich weiß, woher er kommt“, hebt Erik Hasse hervor.

Ein weiterer Anknüpfungspunkt ist das Thema ehrenamtliche Unterstützung. Aufgrund von Netzwerken und gegenseitigem Austausch unterstützt seit einiger Zeit eine Ehrenamtliche aus dem Generationen Treff im Bestell-Laden. „Das Quartiersmanagement schafft immer wieder ganz unterschiedliche Kooperationen. Ich bin sehr begeistert davon, was die Netzwerkarbeit alles an guten Dingen hervorbringt“, fasst Bürgermeister Jäcke zusammen.

Mit freundlicher Genehmigung

Stadt Minden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Kleiner Domhof 17

 

Termine

Filmabend auf der Rechten Weserseite

Quartiersmanagement und Kulturbüro laden Bürger*innen zu Filmklassikern ein

Das Quartiersmanagement Rechte Weserseite und das Kulturbüro der Stadt Minden haben sich gemeinsam mit Bewohnern aus dem Quartier etwas Besonderes überlegt: Ein Filmabend mit Filmklassikern aus den Jahren 1930 bis 1963. Ein schöner Anlass, auch in der winterlichen Jahreszeit vor die Tür und unter Menschen zu gehen.

Einmal im Monat verwandelt sich der Konferenzraum im Quartiersbüro in ein Kino: Stuhlreihen werden aufgestellt, Leinwände heruntergefahren und Knabbereien bereitgestellt. Eingeladen sind interessierte Bewohner*innen der Rechten Weserseite. „Das DRK Dankersen bietet einen kostenlosen „Von-Tür-zu-Tür“-Service für alle Interessieren an, die sich nicht mehr alleine vor die Tür trauen oder nicht wissen, wie sie zu der Veranstaltung gelangen können“, unterstreicht Erik Hasse. Eine Anmeldung für den Fahrdienst erfolgt über die Telefonnummer 0571/38842615. Damit alles reibungslos organisiert werden kann, sollte man sich bis spätestens 10 Uhr am Filmtag für den Fahrdienst melden.

Gezeigt werden am Mittwoch um 18.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) folgende Filme: Am 20. November „Quax der Bruchpilot“ aus dem Jahr 1941, am 11. Dezember „Des Teufels General“ aus dem Jahr 1955, am 22. Januar 2020 „Der Zigeunerbaron“ aus dem Jahr 1962, am 19. Februar 2020 „Die Drei von der Tankstelle“ aus dem Jahr 1930 und am 18. März 2020 „Charleys Tante“ aus dem Jahr 1963.

An der Verwirklichung der Projektidee haben die fünf Quartiersbewohner*innen Herbert Bendix, Günter Buhrmester, Dagmar Diesing, Claus Kynast und Hanns-Joachim Zwiefka mitgewirkt. „Ich finde es toll, dass es das Projekt jetzt auf der Rechten Weserseite gibt. Das Kulturbüro hat bei der Organisation und bei der Finanzierung sehr gern unterstützt“, sagt Julia Raphaela Müller vom Kulturbüro der Stadt Minden.

Der Eintritt ist frei. Allgemeine Fragen rund um das Angebot können an Quartiersmanager Erik Hasse unter 0571/38842614 oder per E-Mail an: e.hasse@minden.de gestellt werden.

Flyer Kino im Quartier

Plakat Kino im Quartier

 

vor Ort

Repair Cafe im Quartiersbüro setzt ein  Zeichen gegen die Wegwerf- Gesellschaft

Weniger Elektromüll: Repair Café auf der Rechten Weserseite

Alte und kaputte Elektrogeräte wieder auf Vordermann bringen das war beim Repair Café möglich. Das Quartiersbüro auf der Rechten Weserseite setzt mit einem neuen Projekt ein Zeichen gegen die Wegwerf-Gesellschaft: das Repair Café. Beim ersten Termin nutzten Mindener*innen die Chance ihre kaputten Elektrogeräte wieder auf Vordermann zu bringen. Die Freiwilligen aus dem Quartier hatten viel zu tun, denn in den zwei Stunden, in denen das Café geöffnet hatte, standen der Lötkolben und der Schraubendreher nicht still. Erik Hasse, Quartiersmanager der Rechten Weserseite, beschreibt die Idee des Repair Café so: Ausgangspunkt waren Anfragen von Mindener*innen beim Elektrofachgeschäft von Helga Rust. Die Kunden waren sich nicht sicher, ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt. Daraus ist dann das Projekt entstanden. Es geht darum Müll zu vermeiden. Das ist jetzt umso wichtiger, denn zum einen stehen wir alle vor der Herausforderung Klimawandel und zum anderen müssen wir auf unsere Ressourcen achtgeben, fasst der Quartiersmanager zusammen.

Unterstützt wurde unter anderem bei Displayschäden von Smartphones, kaputte Haushaltsgeräte, wie Toaster, Wasserkocher oder Leuchten wurden repariert und man ist ins Gespräch gekommen. Unser Café ist generationenübergreifend, das heißt, dass Tüftler*innen unterschiedlichen Alters ihre Hilfe zur Verfügung gestellt haben, unterstreicht Erik Hasse. Die Stadtbibliothek Minden hat für das Repair Café eine Auswahl an Fachliteratur zusammengestellt. Es gab auf einem Büchertisch Lesestoff für Heimwerker*innen und die, die es noch werden wollen. „Die Computerwerkstatt“, „Mit dem Smartphone zum Smart Home“ oder „Die besten iPhone & iPad Apps“ waren dabei nur drei Titel, die zu Rate gezogen werden konnten.

Gerade vor dem Hintergrund, dass immer mehr Geräte weggeworfen werden, wenn sie nicht mehr einwandfrei funktionieren, ist das Angebot eine zeitgemäße Alternative. „Viele Sachen lassen sich mit etwas Geschick und dem richtigen Material einfach reparieren. Sie müssen nicht gleich in die Tonne geworfen werden“, unterstreicht Helga Rust. Bei ihr wurden am Nachmittag unter anderem eine Tischleuchte, ein Mixer, ein Staubsauger, ein Smartphone und ein Entsafter wieder flott gemacht. Weil die Resonanz so gut war und auch nicht nur Elektrogeräte kaputt gehen, kann sich der Quartiersmanager vorstellen das Angebot zu einem regelmäßigen Treff auszubauen. „Wenn wir damit einen Beitrag zu weniger Elektromüll leisten, dann hat sich das in jedem Fall gelohnt“, so Erik Hasse.

Text /Fotos :

Pressestelle Stadt Minden,